Den WordPress-Fehler „Der Link, dem du gefolgt bist, ist abgelaufen.“ beheben
Beim Installieren eines Plugins oder Themes über das WordPress-Backend erscheint plötzlich die Meldung „Der Link, dem du gefolgt bist, ist abgelaufen." – und der Upload schlägt fehl. Die Fehlermeldung ist irreführend formuliert: Sie hat nichts mit einem abgelaufenen Link zu tun, sondern weist auf überschrittene PHP-Limits hin. Dieser Artikel zeigt, welche Limits betroffen sein können und wie man sie anhebt.
Die Fehlermeldung
Die Ursache
WordPress greift beim Upload auf PHP-Konfigurationswerte zurück. Wird einer dieser Grenzwerte überschritten, bricht der Vorgang ab. Typischerweise sind einer oder mehrere der folgenden Werte zu niedrig gesetzt:
upload_max_filesize– maximale Größe einer einzelnen hochgeladenen Dateipost_max_size– maximale Größe eines gesamten POST-Requests (muss mindestens so groß sein wieupload_max_filesize)max_execution_time– maximale Ausführungszeit eines PHP-Skripts in Sekundenmemory_limit– maximaler Arbeitsspeicher, den PHP pro Skript nutzen darf
Lösung 1: Werte über die .htaccess anpassen
Bei den meisten Shared-Hosting-Umgebungen ist dies der einfachste Weg. Die .htaccess-Datei liegt im WordPress-Stammverzeichnis:
php_value upload_max_filesize 64M
php_value post_max_size 64M
php_value max_execution_time 300
php_value memory_limit 256M
.htaccess. Wird die Seite nach der Änderung mit einem 500-Fehler angezeigt, die hinzugefügten Zeilen wieder entfernen und einen der anderen Wege wählen.
Lösung 2: Werte über die php.ini anpassen
Liegt im WordPress-Stammverzeichnis bereits eine php.ini, kann man sie direkt bearbeiten. Andernfalls eine neue Datei mit diesem Namen anlegen:
upload_max_filesize = 64M
post_max_size = 64M
max_execution_time = 300
memory_limit = 256M
Lösung 3: WordPress-Memory-Limit über wp-config.php erhöhen
WordPress hat zusätzlich ein eigenes internes Memory-Limit, das unabhängig vom PHP-Wert gesetzt werden kann. Den folgenden Eintrag in der wp-config.php ergänzen, am besten vor der Zeile /* That's all, stop editing! */:
define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '256M' );
Lösung 4: Serverkonfiguration beim Webhoster anpassen
Viele Webhoster bieten im eigenen Kundenbereich eine Möglichkeit, PHP-Limits direkt zu konfigurieren – oft unter einem Menüpunkt wie „PHP-Einstellungen" oder „Hosting-Konfiguration". Das ist die sauberste Lösung, da die Werte zentral und dauerhaft gesetzt werden. Falls keine solche Option vorhanden ist, hilft der Support des Hosters weiter.